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Gedichte
Haget 460
Von Afrika weiß jedes Kind,
dass dort die Menschen anders sind,
mit dunkler Haut und auch ist wahr,
dass schwarz und lockig meist ihr Haar,
oft dick die Lippen, stets Augen braun,
nun - eben anders anzuschaun!

Und sehen wir zum Orient,
mit Menschen, die längst jeder kennt,
klein und schlank, wenn auch nicht immer,
die Haut hellbraun mit gelbem Schimmer,
die Haare glatt, doch schwarz auch hier,
nun - anders anzuschaun als wir!

Wenn diese Menschen hierher sehn,
wirken für sie wir gar nicht schön
so bleiche Haut - blond manches Haar,
es wirkt ja fast, wie gar nicht da,
rund die Augen - Nasen lang dafür,
nun - anders anzuschaun sind wir!

Da sich zwei Menschen unterscheiden,
wer ist dann anders von den beiden?
Und soll es - ob wir schön aussehen -
nach Meinung von der Mehrheit gehen?
Um Vielfalt zu haben lohnt es sich
- nicht auszuschauen wie du und ich!

Göttin Gerechtigkeit
Haget 404
Die Göttin Gerechtigkeit steht steif und stumm -
kein Richterspruch kann sie verdrießen!
Stünd' hörend sie und fühlend rum -
sie würd' oft bittere Tränen vergießen!

Die Göttin Gerechtigkeit findet man nur
außen vor dem Gericht oder innen im Flur;
im Gerichtssaal wird - aus rechtlichen Gründen? -
die Gerechtigkeit man nur ganz selten finden.

Der Göttin Gerechtigkeit sind - wie bekannt -
die Augen dicht mit der Binde verbunden;
so hat sie selten - trotz der Waag' in der Hand -
den gerecht gewog'nen Ausgleich gefunden.
Lächeln
Haget 11/98 # 415
Wenn andere dich hetzen, jagen
- ärgern bis zur weißen Glut -
drohen sogar, dich zu schlagen
- gehört meist dazu viel mehr Mut,
einen Schritt zurückzugehen
- den Chancen fest ins Auge sehen
und eh' in dir die Wut durchbricht:
Einfach ein Lächeln ins Gesicht!

Suchst du im Spiel des Lebens
- in Alltags meist schwierigen Fragen -
oftmals deinen Weg vergebens,
möchtest verzweifeln und verzagen,
weil keiner dir glaubt und dich versteht,
dir der Spaß längst am Leben vergeht,
spiele den Trumpf der meistens sticht:
Einfach ein Lächeln ins Gesicht!

Führtest die neue Freundin du aus
- zum Essen, einen Spaziergang zu zwei'n
geleitest sie heim noch bis ins Haus,
und weiter, denn Sie ist heut allein,
willst' grade mit ins Zimmer gehen
- da siehst du ihre Mutter stehen. -
Na klar, an Blumen dachtest du nicht:
Einfach ein Lächeln ins Gesicht!

Wenn wir nach Winters dunkeln Tagen,
kalten Stürmen, Eis und Schnee,
Husten, Schnupfen, Grippeplagen,
düstrer Stimmung, Gliederweh,
drauf - was wir im Kalender finden -
Hoffnungen aufs Frühjahr gründen,
zaubert sich uns, wenn Sonne durchbricht
- einfach ein Lächeln ins Gesicht!
Beliebt?
Haget 452
Das Dasein dummer Menschen hat einen guten Sinn,
weil ich an ihnen messe, wie klug ich selbst doch bin!
Auch arbeitsscheue Faule muss es für mich geben;
mir gelingt's an ihnen, mich günstig abzuheben!

Beliebt bei mir der Dicke, der solche Mengen trank,
denn an seiner Seite - wirk' maßvoll ich und schlank!
Doch voll böser Ahnung - muss ich nun überlegen,
warum so viele Menschen - grad mich so gerne mögen!
Die Eiche
Haget 584
Wo gibts eine Eiche wie diese,
so wuchtig und breit, so dick und alt,
mitten auf großer Wiese,
hunderte Meter vom nächsten Wald.

Sie erlebte manchen harten Sturm
und ein Blitz schlug ihr einst Wunden
steht unverrückbar, fest wie'n Turm,
was kümmern selbst kräftige Schrunden.

So trutzt meine Eiche Jahr um Jahr,
es konnte kein Sturm sie besiegen,
doch Blätter sind schon längst nicht mehr da,
's fehlt Kraft, um noch Säfte zu kriegen.

So seh ich die Eiche - doch ist sie schon tot,
nur Schatten von dem, was mal war,
ein Ding, welchem baldigst der Umsturz droht
- als "Eiche" schon gar nicht mehr da.
Sterbender Baum
Haget 588
Schaut auf den alten Baum, der kaum noch Laub,
er scheint uns übrig, längst nichts mehr wert;
doch trägt er noch ein Nest,
hält Sonne fern von zarten Veilchen
- wird hoch verehrt.
Mangelhaft
Haget 570

Mir wurden Mängel gegeben -
bin leider nicht vollkommen!
...und alle müssen's erleben.

Doch mir wurde nicht genommen
selbst allen Fehl zu erkennen:
Kannst du schlimm're Strafe nennen?

Lebensweg
Haget 580
Wie einfach
- im Hell durchs Leben zu gehen;
beklemmend -
die dunklen Seiten zu sehen;
erfüllend
- alle Ziele zu finden
und furchtbar
- wär's Büßen für alle Sünden.
Wegweiser
Haget 576
Ein Fischlein uns den Weg einst wies,
als es an spitzem Stein sich stieß:

Es schwieg ganz tapfer, kein Geschrei
und schwamm in Zukunft weit vorbei.

Welch ein großer Klugheits-Sieg
über Zank und Streit und Krieg.
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