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Zufall?
Haget # 473
Es haben in längst
vergangenen Tagen
sich Christen und Islam nur
schlecht vertragen,
voran hier das Kreuz,
dort die Sichel vom Mond,
- in Gottes Namen -
wurd' kaum einer geschont!

Wem damals auch immer
das Kampfesglück hold,
es wussten stets alle:
Gott hat's so gewollt!
Denn mögen auch Tausend
in Todespein brüllen:
Es geschieht nichts ohn'
des Allmächtigen Willen!

Gott sei Dank sind die
Menschen klüger geworden,
vorbei Zeit des Schwerts,
im Zweikampf zu morden,
denn Gott gab dem Menschen
auch den Verstand,
mit dem er längst Bess'res
...und Größ'res erfand.

Ist's Zufall wohl,
dass die Glaubens-Zeichen,
- die Sichel - das Kreuz -
den Schwertern gleichen,
mit denen sie hofften,
es mög' ihnen gelingen,
die jeweil'gen Gegner
Gott näher zu bringen?


Wessen Ehre?
Haget 497
Schickt ihr in den Krieg uns fort,
ins heldenhafte Ringen,
ist's oft Verbrechen oder Mord
- grausigen Tod wird's bringen!

Wir gaben Aufgab' euch und Macht,
uns unser Wohl zu mehren;
dem Volk hat Krieg nie Glück gebracht
- wem bringt er Nutz' und Ehren?

Hasst mich mein Gegenüber jetzt,
dess' Land ich einst bereist'?
Schon hat ihn mein Geschoss zerfetzt
- sein Kind' und Heim verwaist.

Während wir im Schlamme wühlen,
fliegt Todesbotschaft hin und her;
soll ich als Held mich künftig fühlen?
- reicht Gegners Tod denn mir zur Ehr'?

Muss andre Menschen ich vernichten,
die ich nicht hass', nicht kenn und seh',
mag ich auf solche Ehr' verzichten
- ein Lob dazu tät' mir nur weh!


Ehrenmale
Haget 497
Gehauen in Stein,
in ehernen Lettern geschrieben,
am Denkmal, den Helden zu Ehren,
die im Kriege ermordet,
verstümmelt geblieben
- angeblich, den Feind abzuwehren.

Im Nachbarsland
dann ein ähnlicher Stein
Namen derer,
die als Feind uns befohlen,
ach könnten sie alle
zum Himmel schrein -
denen grausig die Zukunft gestohlen.

Tote Helden
Haget 497
Es rief der Befehl zu den Fahnen,
denn es galt den Feind zu bekriegen;
wie's geschah schon den Vätern und Ahnen
- natürlich würden wir siegen!

Es standen als Helden zur Seite
gut' Männer und Freunde mir,
zu bestehen in mannhaftem Streite,
Mut und Sieg war unser Panier!

Doch statt böse Feinde bekriegen,
im fairen Mann gegen Mann,
galt's die eigenen Ängste besiegen
- die keiner sich vorstellen kann!

Im grausigen Hagel aus Eisen,
so lagen im Felde wir frei,
ohne Chanc', sich als Held zu beweisen
- und fragten, was mutig dran sei!

Zerrissen, zerfetzt, viele einst stolzen Mannen,
es flogen die Glieder einzeln herum,
nach Bombenguss aus fliegenden Kannen
- Granatenwucht und Geschosse Gebrumm.

Wir wurden im Gleichschritt zur Schlachtbank geführt
- ohn' Nutzen die Leiden und Toten -
mit Hurra direkt in den Kampfbrei gerührt
- das Denken war uns verboten!

Auf ehernen Tafeln, gehauen in Stein,
für die Nachwelt steht jetzt geschrieben,
für wen sie gestorben, welch' Helden sie sei'n
- die beweint, weil im Felde geblieben.

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