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Winterflucht
Haget 332
Im frühen Jahr - noch weiß und kalt -
ziehn mich Gedanken in die Ferne;
warm-weißen Strand seh' ich dann bald,
ins klare Meer taucht' ich so gerne.

Wenn ich dann hohe Palmen seh' ,
sich in der Meeresbrise wiegen,
vergesse ich gleich Eis und Schnee,
die jetzt in der Heimat liegen.

Doch könnt' ich's dauerhaft ertragen,
das Schöne nur - stets sanft und warm?
der Heimat Winter ganz entsagen
ist eintönig wohl - die Seele wär' arm!
Gedichte:
Schneemann?
Haget534

Mich ziert
- wie manchen Schneemann auch -
egal obs freut oder geniert,
nebst Glatze noch ein dicker Bauch.

Ich schein'
- wie's auch dem Schneemann glückt -
behäbig und recht kühl zu sein,
mit Standpunkt fest und unverrückt.

Wirds wärmer
- was schlimm der Schneemann spürt -
werd' ich noch an Bewegung ärmer:
Weil Schweiß nie zu was Gutem führt.

Scheint Sonne
- der Schneemann längst verschwunden -
verschwind' auch ich voll Wonne -
tauch weg ins Meer für viele Stunden.
Tannenbäume
Haget 12/90 # 33
Es hat bisher in unserm Leben
schon viele Tannenbäum' gegeben;
mal viel zu groß, auch mal zu klein,
ein andrer konnt' nicht krummer sein
- nur einer hatt' Idealfigur,
mit einem kleinen Fehler nur:
Schon Heilig Abend - letztes Jahr! -
stand nackt er, ohne Nadeln da!

Bisher gab es zur Weihnachtszeit
stets um dies Friedenszeichen Streit!
Für meine Frau war völlig klar,
diesmal am Baum kein Engelshaar!
Derweil ich, weil's doch Stimmung macht,
davon so reichlich mitgebracht.
Auch diese Weihnacht - wie bei allen! -
statt Glockenläuten: Türenknallen!

Es war schon 3 Weihnacht' lang
- nur goldgetönt der Baumbehang.
Ich hatt' mich so daran gewöhnt -
da wurd' der Baum dann umgetönt!
Doch schon nach einem Silber-Jahr
verschwanden Lametta und Engelshaar:
Strohsterne und Äpfel, so musst' es sein,
nur Natur gehört in den Christbaum rein!

Ganz anders sollte es dies Jahr werden,
denn Weihnacht bedeutet: Friede auf Erden
Um jedem Streit aus dem Wege zu gehn,
kauft' allein sie den Baum, besonders schön!
... natürlich stellte ich dann fest,
dass die Form zu wünschen übrig lässt:
Es fehlte ein Ast - genau in der Mitten! -
auch wurde er oben und unten beschnitten.

Dabei erwachte der Künstler im Manne:
"Zur vollen Schönheit bring' ich diese Tanne!
Ich bohre ein Loch schnell in den Stamm
und transplantiere 'nen Ast ihr dann dran."
Es klang erst ganz schön
- doch dann war's geschehn:
Am Heiligen Abend - er fing so schön an! -
nur ein Zweig an der Wand
- mit Engelshaar dran.

Weihnacht in uns!
Haget 12/91 Nr.50

Knecht Ruprecht, Weihnachtsmann, Nikolaus,
daß wir daran glauben, ist lange schon aus!
Dabei wäre - wenn wir ehrlich sind! -
so mancher von uns doch gern noch mal Kind!

Den Christbaum, geschmückt, mit Kerzen dran,
sehn auch wir zur Weihnacht so gerne an,
singen Weihnachtslieder, lauschen Gedichten,
genießen die Stimmung bei alten Geschichten.

Bei Kaffee und Keksen im Kerzenschein,
soll es dann in uns Weihnachten sein!
Da gibt es den Niklaus, da können wir schweben,
da dürfen das Fest wir wie Kinder erleben!

Die Zeit vergeht!
Haget 12/92 #69

's war wieder mal Advent
- wo die Spannung steigt,
ob uns der Niklas geneigt
- ein Gefühl das jeder kennt.

Als das Fest dann gekommen,
die Gaben gegeben,
auch gesungen mal eben,
ist ein Druck uns genommen.

Wenn's Weihnachten war
und 's neue Jahr beginnt
- das weiß doch jedes Kind! -
ist meist kein Geld mehr da!

Am Tannenbaum dann,
der am Feste so glänzte,
mit Goldketten bekränzte,
ist fast keine Nadel mehr dran.

Und dem Kind, dem zum Lohne
man den Naschhunger stillte,
alle Wünsche erfüllte:
... ist es nun wohl "ohne"?

Nichts ist vollkommen auf Erden!
Zufriedenheit lässt nach,
neue Wünsche werden wach:
Es sollt' wieder Weihnacht werden!

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